PRESSEMITTEILUNG
23. März 2001
Motorradabgase: Ministerrat geht mit FEMA konform
Bei der Debatte des Ministerrates am 08. März 2001 gab es von Seiten
der EU-Regierungen, die mit einer einzigen Ausnahme den ursprünglichen
Vorschlag der Europäischen Kommission zur nächsten Stufe der
Abgasreduzierung bei Motorrädern unterstützten, vielversprechende
Signale. Der Rat schlug für Kohlenwasserstoff bei Motorrädern über
150 cc strengere Werte vor, als die von der Europäischen Kommission für
2003 vorgeschlagenen.
Die vom Europäischen Parlament bei der ersten Lesung angenommenen Änderungen
scheinen bei den Mitgliederstaaten nicht sehr beliebt zu sein. Sie
wollen tatsächlich keine verbindlich vorgeschriebenen Grenzwerte für
die dritte Stufe der Abgasreduzierung bei Motorrädern (2006) bevor
nicht ein spezieller Testzyklus für Motorräder fertiggestellt ist. Der
Zyklus soll 2002 von der Europäischen Kommission vorgestellt werden.
Der Rat war auch gegen sekundäre Messungen, wie On-Board-Diagnostik und
Langzeittests, da sie in dieser Phase als ungeeignet für Zweiräder
angesehen werden und bat die Kommission in dieser Richtung weitere
Forschungen anzustellen, ohne einen Termin zu bestimmen. Die FEMA ist
erfreut, daß ihr Einspruch gegen die vom Europäischen Parlament
vorgeschlagenen Messungen vom Ministerrat unterstützt wird, der sich
noch einmal treffen und spätestens im nächsten Juni zu einer Einigung
kommen soll.
Die FEMA wird sich demnächst mit Bernd Lange (Motorradrapporteur des
EU-Parlaments) und den Industrievertretern treffen. Anhand der
Ergebnisse dieses Treffens wird die FEMA ihre nächsten Schritte
entscheiden, die im Namen der europäischen Motorradfahrer für die
zweite Lesung im Europäischen Parlament zu unternehmen sind.
Herausgegeben von: Christina Gesios
Übersetzung: Heike Weller, Biker Union e. V.
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